Kita-Aus in Winsen: Rathaus in der Kritik

Vom Kita-Place zum Lost-Place

Kita vor dem Aus

Stadt Winsen vernichtet unsere Betreuungsplätze - auf Kosten der Familien, der Steuerzahler, des TSV und des Trägers "Krabbel-Kids e.V.".

Was ist los in Winsen (Luhe)

Mit großem Unverständnis reagiert der Trägerverein Krabbel-Kids e.V. auf die Kündigung seiner Kindertagesstätte durch die Stadt Winsen (Luhe). 

Am 30. Juni 2026 erhielt der Verein völlig unerwartet die außerordentliche (bis zum 31.07.2026), hilfsweise ordentliche Kündigung zum 31. Juli 2027. 

Dieser gravierenden Maßnahme ging weder eine Abmahnung voraus, noch liegt aus Sicht des Trägers ein sachlicher Grund vor, der einen solchen Schritt rechtfertigen würde.

Die Entscheidung wurde in erster Instanz im Auftrag durch Frau Karbon – in Vertretung für den amtierenden Bürgermeister André Wiese – und in zweiter Instanz durch den Verwaltungsausschuss der Stadt getroffen.

Mangelnde Transparenz und Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Familien: Kritik an überraschender KiTa-Kündigung in Winsen (Luhe)

Träger rügt Entscheidung hinter verschlossenen Türen und fordert die Einbindung des Stadtrats.

Mit großem Unverständnis reagieren wir auf die außerordentliche Kündigung unserer Kindertagesstätte durch die Stadt Winsen (Luhe). Dieser gravierenden Maßnahme ging weder eine Abmahnung voraus, noch liegt aus unserer Sicht ein sachlicher Grund vor, der eine fristlose Beendigung der Zusammenarbeit rechtfertigen würde.

Trotz der extrem kurzen Frist haben wir im Vorfeld mehrfach versucht, eine gütliche Einigung zu erzielen. Sämtliche Gesprächs- und Kompromissangebote wurden seitens der Stadt bisher jedoch konsequent abgelehnt. Um Schaden von den Kindern, den Eltern und unseren Mitarbeitenden abzuwenden, haben wir der Stadt nun einen letzten Einigungsvorschlag unterbreitet.

Kritik am Vorgehen hinter verschlossenen Türen

Das rücksichtslose Vorgehen und die Entscheidung hinter verschlossenen Türen stehen in keinem Verhältnis zu den massiven Folgen für die betroffenen Familien und das Personal. Wir halten die Kündigung nicht nur politisch für ein Desaster, sondern sehen auch erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zuständigkeit: Eine Entscheidung von dieser Tragweite hätte nach unserer Auffassung dem gewählten Stadtrat der Stadt Winsen (Luhe) oblegen und durfte nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Verwaltungsausschuss getroffen werden.

Dies begründet sich vor allem aus zwei zentralen Punkten:

Eingriff in den kommunalen Haushalt: 

Aufgrund der erheblichen finanziellen Tragweite und der hohen Summen, über die durch die Kündigung verfügt wird, liegt die Entscheidungskompetenz beim Stadtrat.

Eingriff in die Bedarfsplanung und Trägervielfalt: 

Die Streichung von vielfältigen Betreuungsangeboten verändert die kommunale Infrastruktur grundlegend. Solche Grundsatzentscheidungen gehören in die öffentliche Debatte des Stadtrats. Zudem wird das gesetzlich verankerte Wunsch- und Wahlrecht der Eltern schlichtweg ignoriert.
 

 

 

Krabbel - Kids & Wolke 7 Winsen 

Was sich hinter verschlossenen Türen im Rathaus Winsen abgespielt hat, betrifft uns alle. 

 

Durch eine abrupte und unserer Auffassung nach unrechtmäßige Vertragskündigung seitens der Stadtverwaltung steht nicht nur eine funktionierende Einrichtung vor dem Aus, sondern es entsteht auch ein massiver wirtschaftlicher Schaden.

Die Fakten auf einen Blick:

Über 160.000€ Schaden 

Alle Mitarbeiter müssen vor die Tür gesetzt werden

15 verlorene U3-Plätze: 

Belegungslisten für 26/27 waren voll ausgelastet. Wahl- und Wunschprinzip der Eltern wird unserer Ansicht nach übergangen. 

Die Stadt möchte mit den Kindern, die Plätze in anderen großen Einrichtungen füllen, um Leerstand zu verhindern. 

Die Folge ist, wir müssen schließen. Die Stadt setzt lieber auf große Träger wie den DRK und versucht dort freie Plätze zu füllen. 

Ein Problem der Stadt / des amtierenden Bürgermeisters Andre Wiese wird auf Kosten der Eltern, Mitarbeitern und des TSV ausgetragen. 

20.000 € Schaden für den TSV Winsen: Durch das Vorgehen der Verwaltung drohen dem TSV als Vermieter massive Leerstandskosten. Ein harter Schlag für das ehrenamtliche Vereinsengagement!

Fehlende Transparenz: Weder Bürgermeister André Wiese noch die verantwortlichen Fraktionen im Stadtrat übernehmen bisher die politische Verantwortung für diese fatale Fehlentscheidung. 

Schließung zur Kaschierung von städtischen Leerständen?

Angesichts des bevorstehenden Wahlkampfs drängt sich die Frage nach den tatsächlichen Beweggründen der Stadtverwaltung auf. Laut Medienberichten der Landeszeitung (LZ) existiert in Winsen aktuell ein jährlicher Überschuss von rund 200 KiTa-Plätzen.

Der Verdacht liegt nahe, dass unsere voll belegte Einrichtung – deren Plätze auch für die Jahre 2026 und 2027 komplett ausgebucht sind – über Nacht geopfert werden soll. Durch die Schließung sollen die Kinder auf freie Plätze anderer Träger (wie beispielsweise des DRK) verteilt werden. 

Die Stadt schlägt damit vermeintlich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie reduziert den eigenen Leerstand und spart Kosten – nimmt dabei jedoch keinerlei Rücksicht auf das Wohl der Kinder, die Bindungen der Eltern oder die Zukunft der Mitarbeitenden.

Wir appellieren eindringlich an die Verantwortlichen der Stadt Winsen (Luhe), den vorgelegten Einigungsvorschlag anzunehmen und den Dialog mit uns zu suchen.

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